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VULKANE

Folgen einer Vulkaneruption auf das Klima

Riesige Mengen an vulkanischen Gasen werden in die obere Atmosphäreschicht geschleudertDabei ist Schwefeldioxid (SO2) das schlimmsteSchwefeldioxid verbindet sich mit Sauerstoffatom zu Schwefeltrioxid (SO3)Schwefeltrioxid zieht Feuchtigkeit an und bildet dabei winzige Tröpfchen von Schwefelsäure (H2SO4)
Diese schweben in der Luft und verteilen sich schnell über die gesamte Atmosphäre.
Wie ein Spiegel streuen sie das Sonnelicht zurück in den Weltraum und tragen die Hauptschuld an einer weltweiten Abkühlung.
Massgebend für die Verteilung in der Atmosphäre ist der Standort des Vulkans. Bei einem Ausbruch auf Island betrifft es stärker die Nordhalbkugel, in Neuseeland mehr die Südhalbkugel. Ist die Vulkan-Eruption nahe am Äquator verteilen sich die Gase über die gesamte Erdatmosphäre.
Der Zeitpunkt eines Vulkanausbruchs kann nicht vorher gesagt werden. Wohl kann es Anzeichen vermehrter Aktivität geben, eine explosive Eruption kann aber auch plötzlich eintreten. Mit anderen Worten, es bleibt keine lange Vorbereitungs- oder Evakuationszeit.
Die Folgen eines Vulkanereignisses mit der Grösse VEI 8 würde mit Sicherheit weitere Probleme mit sich bringen die auch von der Wissenschaft zum heutigen Zeitpunkt noch nicht erforscht sind und wohl nie vollkommen erforscht werden können. Die Natur holt uns ein. Mit Sicherheit !!




 

Blick in die Vergangenheit

Vor 75`000 Jahren vor Chr., Ausbruch des Toba in Indonesien auf der Insel Sumatra. Die Caldera ist der heutige Tobasee mit einer Fläche von 1`103 km2. Es ist einer der nachgewiesenen Vulkanausbrüche mit Stärke VEI 8 bei dem man von einem Supervulkanereignis spricht. Über Indien, Südostasien und China viel eine bis zu 15 cm dicke Ascheschicht. Vulkanisches Material wurde bis in 50 km Höhe geschleudert. Die Welttemperatur senkte sich um bis zu 15° Celsius und sorgte vermutlich für die 1`000 kältesten Jahre der Würm-Eiszeit. Diese Katastrophe führte zu einer Dezimierung der damaligen Menschheit auf höchstens ca. 15`000 Individuen. In Europa und Asien war ein Überleben unmöglich.

Vor 22`500-26`500 Jahren vor Chr., Ausbruch des Taupo in Neuseeland. Dieses Ereignis ist bei weitem weniger erforscht als das, des Toba-Ausbruchs, hatte aber vermutlich ebenfalls die Stärke VEI 8.

Vor 1`500 Jahren vor Chr., Ausbruch des Santorin in Griechenland. Es wird angenommen, dass dies der Untergang der minoischen Kultur war. Auch wenn diese These umstritten ist hatte dieses Ereignis schwere Folgen für die Bewohner der Ägäis. Schwere Erdbeben und riesige Tsunamis waren zusätzliche Folgen.

Im Jahr 1257 konnte Aufgrund von Forschungen ein grosser Ausbruch nachgewiesen werden. Aufgrund des Sulfat-Gehaltes von Eisbohrkernen müsste der Krater einen Durchmesser von 10 – 30 km haben und mit dem ausgestossenen hochgerechneten Material eine Stärke VEI 7 – 8 erreicht haben. Da dieser Krater nie aufgefunden wurde, muss man davon ausgehen das er sich bei entlegenen Inseln von Indonesien befindet oder das es sich um eine submarine Eruption (unter Wasser) handelte. Die folgenden 2 Jahre galten auf der Nord- und Südhalbkugel als unterdurchschnittlich kalt.

1815, Ausbruch des Tambora in Indonesien. Stärke VEI 7. Das Jahr 1816 ist in der Klimageschichte als das Jahr ohne Sommer eingegangen. Obwohl dies nicht für den ganzen Globus zutraf, waren die Auswirkungen dieser Eruption in vielen Teilen spürbar.

1991 Ausbruch des Pinatubo auf den Philippinen. Stärke VEI 6 . Es war gleichzeitig der heftigste Ausbruch im 20.Jahrhundert und bewirkte ein Absinken der Welttemperatur um durchschnittlich 0.5° Celsius.

Diese Liste ist bei weitem nicht vollständig. Sie beinhaltet aber die wichtigsten Ausbrüche der vergangenen 100`000 Jahre. Für uns als Mensch eine lange Zeit. Für die Erde und das Weltklima nur ein Wimpernschlag.

Quellen:
- Spiegel Online
- Geolinde
- NZZ KZU
- Winterplanet




 

Vulkane kühlen die Tropen

Klimawandel maskiert Abkühlungseffekt

Große Vulkanausbrüche in den letzten 450 Jahren haben das Klima in den Tropen deutlich beeinflusst. Die kühlende Wirkung wurde bisher jedoch durch den Klimawandel maskiert und daher erst jetzt eindeutig nachgewiesen. Wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Nature Geoscience“ berichten, könnte die Klimawirkung von Vulkanen in den höheren Breiten sogar noch höher liegen.Bericht aus scinexx vom 06.01.09

Vulkane stehen in einem sehr engen Zusammenhang mit dem Weltklima. Obwohl die Wissenschaft dies auch teilweise in Abrede stellt, hat die Vergangenheit gezeigt, dass aufgrund von einem grossen Vulkanausbruch oder als Folge mehrerer Ausbrüche, das Klima sich über mehrere Jahrhunderte verändert hat.

Die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs der Stärke VEI 8 (höchste Stufe des Vulkanexplosivitätsindex) ist 5 – 10 mal grösser als der Einschlag eines Asteroiden.
Übereinstimmend sind Vulkanologen der Meinung, dass ein solches Ereignis überfällig ist.