GEDICHTE geri kiechler

Freude herrscht

Freude herrscht über den getroffenen Entscheid zum Atomausstieg.
Freude herrscht im linken Lager der Politik über die gelungene Wahlpropaganda.
Freude herrscht bei den Investoren und Projektfirmen von erneuerbaren Energien.
Freuen wir uns auf eine massive Verteuerung des Strompreises.
Freuen wir uns auf einige Blackouts in unserer Energieversorgung.
Freuen wir uns auf eine sichere Zukunft, den Atomstrom erhalten wir ja nun aus dem Ausland.
Das Böse (Atom) ist besiegt, es lebe die Energiediktatur.
Das Böse (Atom) weicht dem Guten, also produzieren wir Energie aus Nahrungsmitteln.
Das Böse (Atom)hat uns den Wohlstand gebracht und uns den Verstand geraubt.
Fürchten Sie sich nicht vor der Chemie und deren Abfälle, ein ignorierbares Risiko.
Fürchten Sie sich nicht vor Kriegen oder Flüchtlinge, die Ökodiktatur wird uns davor bewahren.
Fürchten Sie sich nicht vor der Zukunft, denn es herrscht Freude, die Ernüchterung folgt später.

© GERI KIECHLER

Gedanken

wehe du sagst, was du denkst
wehe du fragst, woran du zweifelst
wehe du wagst, zu widersprechen

wehe dem, der denkt
wehe dem, der zweifelt
wehe dem, der widerspricht

denken, zweifeln, widersprechen

wer es aber tut, wird verachtet
wer es aber tut, wird verspottet
wer es aber tut, wird verhöhnt

wer schweigt, muss nicht denken
wer schweigt, muss nicht zweifeln
wer schweigt, widerspricht sich selbst

wir leben um zu denken….

Freunde

wissen, wenn man sie braucht..
sind da, wenn man sie braucht..
helfen, ohne zu fragen..
sind da, ohne etwas zu sagen..
Danke!!

Die Welt - ein Boot

Stell dir vor, die Welt, sie wär ein Boot,
beladen mit Menschen und manchmal in Not.

Im tiefen Bauch des Schiffs ums Leben bangen,
Südostasiasten schreien nach Hilfe, und sind doch gefangen,
das Wasser manchmal bis zum Hals, von Angst umhüllt,
das Leben mit Arbeit und Trauer gefüllt.

In dichtem Gedränge, um Nahrung kämpfen,
doch niemand will den Afrikaner ihren Hunger dämpfen,
das Unterdeck für sie bestimmt, ohne Wasser verloren,
ein ständiger Kampf, zum frühen Tod erkoren.

Mit Scheuklappen geboren, den Kopf zum nicken,
auf dem Oberdeck Europas das Leben erblicken,
ein ständiger Kampf um Macht und Geld, sich selbst belügen,
Selbstsucht, Überheblichkeit, sich selbst betrügen.

Auf der Kommandobrücke, mit erhobenem Haupt,
ein Leben im Paradies, die Sinne verstaubt,
egal die Menschen die das nicht verstehen,
egal die Menschen die um Nahrung flehen.
Politiker und Medien, Propheten und Fachleute,
ihnen geht es nur um persönliche Ausbeute,
………und das Boot………… es steuert allein,
dafür ist der Mensch viel zu klein.



Gedicht zum Startschuss von weltklima.ch am 20.Dez.07

Jahreswechsel

Vorbei ist schon bald das Jahr ……,
ein Jahr mit Licht und Schatten,
ein Jahr nicht zum freuen und nicht zum weinen.
Nehmen wir es, wie es ist und war,
dann wird …… ein gutes Jahr